Forschungsschiffe


Forschungsschiffe (FS) werden speziell für die Belange der Meeressforschung konstruiert oder aber dazu umgebaut. So vielfältig wie die Meeresforschung sind auch die Einsatzgebiete und Spezialisierungen der einzelnen Forschungsschiffe. Nicht alle Forschungsschiffe sind dabei so variabel einsetzbar wie die Sonne.

FS Polarstern
Das Forschungsschiff Polarstern ist im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Es wird ausschließlich vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) genutzt. Die Polarstern ist Deutschlands einziger Forschungseisbrecher und wird in den Sommern der jeweiligen Hemisphäre eingesetzt, d. h. sowohl im Südozean um die Antarktis als auch im Arktischen Ozean. Mit einer Länge von 118 m ist sie das größte Forschungsschiff Deutschlands und bietet Platz für 50 Personen des wissenschaftlichen und technischen Personals. Neben der Nutzung als Forschungsschiff dient sie zur Versorgung der deutschen Forschungsstation (Neumeyer-Station) in der Antarktis. Ein Hubschrauberlandeplatz samt Hubschrauber und Piloten ermöglicht zum einen Versorgungsflüge an Land, zum anderen wird er für Beobachtungsflüge zur Eisüberwachung bei Fahrten im Eis genutzt.

FS Meteor
Auch die Meteor ist im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) betrieben und von der Reederei Forschungsschiffahrt (RF) bereedert. Die Expeditionen mit FS Meteor wird von der Leitstelle Meteor an der Universität Hamburg für die Senatskommission für Ozeanografie der DFG geplant und organisiert. Die Meteor hat eine Länge von 97,5 m, Platz für 28 WissenschaftlerInnen und ist ähnlich vielseitig einsetzbar wie die Sonne. In den letzten Jahren operierte sie hauptsächlich im Atlantik, Mittelmeer, Schwarzen Meer, westlichen Indischen Ozean und in der Karibik.

FS Poseidon
Mit einer Länge von 60 m gehört die FS Poseidon zu den mittelgroßen deutschen Forschungsschiffen. Zwölf WissenschaftlerInnen finden auf ihr Platz. FS Poseidon gehört dem Land Schleswig-Holstein und wird vom Institut für Meereskunde der Universität Kiel betrieben. FS Poseidon wird von der Reederei Briese bereedert. Ihr Operationsgebiet beschränkt sich auf den Atlantik und seine Randmeere.

FS Alkor
Die Alkor gehört dem Land Schleswig-Holstein und wird wie die Poseidon vom Institut für Meereskunde der Universität Kiel betrieben und von der Reederei Briese bereedert. Sie hat eine Länge von 55 m und bietet Kojen für 12 WissenschaftlerInnen. Das Einsatzgebiet der Alkor konzentriert sich im Wesentlichen auf die Nord- und Ostsee.

FS Heincke
FS Heincke ist ein baugleiches Schwesterschiff der FS Alkor. Sie gehört der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Biologischen Anstalt Helgoland, einer Außenstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, betrieben. Bereedert wird sie von der Reederei Briese. Das Einsatzgebiet der Heincke konzentriert sich im Wesentlichen auf die Nord- und Ostsee.

FS Alexander von Humboldt
Die Alexander von Humboldt gehört dem Land Mecklenburg-Vorpommern, bereedert wird sie von der BMS (Baltic Marine Service) und wird ausschließlich vom Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) betrieben. Mit einer Länge von 64,23 m bietet sie Platz für 13 WissenschaftlerInnen. Das Operationsgebiet der Alexander von Humboldt ist die Ostsee.

RV Joides Resolution
Dieses Bohrschiff ist das größte Forschungsschiff der Welt. Betrieben wird die JOIDES Resolution durch das Ocean Drilling Program, einem internationalen Forschungsprogramm, an dem auch Deutschland beteiligt ist und somit mindestens 12 Wissenschaftlern im Jahr die Möglichkeit der Teilnahme an Expeditionen mit der JOIDES Resolution bietet. Die Länge des Schiffes beträgt 143 m. Der Bohrturm ragt 61,5 m über die Meeresoberfläche. 9150 m Bohrgestänge können eingesetzt werden. Für das wissenschaftliche Personal stehen 55 Plätze zur Verfügung. Eingesetzt wird die JOIDES Resolution weltweit.

RV Marion Dufresne
Die Marion Dufresne ist ein französisches Forschungsschiff und gehört der GIE-Taaf. Sie wird in den Gebieten der Französischen Süd- und Antarktisgebiete eingesetzt.
Weitere Informationen

Weitere deutsche Forschungsschiffe (KDM)
Amerikanische Forschungsschiffe
Britische Forschungsschiffe des British Antarctic Survey (BAS)



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