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Da Wasser nun mal nicht der natürliche Lebensraum des Menschen ist, wird
alles, was die Sicherheit an Bord und die Seenotrettung angeht, groß
geschrieben. Für jeden Mitfahrer an Bord stehen Plätze in den zwei
Rettungsbooten und vier Rettungsinseln zur Verfügung. Zusätzlich können 56
Überlebensanzüge und 64 Rettungswesten genutzt werden, falls es ganz eng
wird und die Zeit nicht ausreicht, eines der Boote zu besteigen. Die
Rettungsboote beinhalten allerlei Nützliches und sind für längere
Aufenthalte auf See ausgerüstet. Notfallrationen mit energiereicher Kost,
Frischwasser, Spachtel mit Härter und Pinsel zum Ausbessern von Leckagen
und Spuckbeutel – es fehlt an nichts. Letztere sind jedoch auch ein
deutlicher Hinweis darauf, dass selbst das beste Rettungsboot den Komfort
des schlechtesten Schiffes unterbieten dürfte. Daher gilt es auch in erster
Linie, entsprechende Katastrophen abzuwenden. So ist denn auch der Rumpf des
Schiffs in zehn, durch Schottwände abtrennbare Abteilungen unterteilt, die
die leckgeschlagenen Bereiche vom Rest des Schiffes separieren können.
Damit im Notfall auch alles glatt abläuft, wird regelmäßig geübt und die
Tauglichkeit des Rettungsinventars überprüft. Einmal pro Monat werden
Feuerschutzübungen und Bootsmanöverübungen abgehalten. Neueinsteiger
erhalten noch in den ersten 24 Stunden an Bord der Sonne
Sicherheitseinweisungen und müssen an einer Notfallübung teilnehmen. All
dies wird akribisch im Schiffstagebuch festgehalten, welches später,
gemeinsam mit dem Schiff selbst und der Ausrüstung an Bord, vom Germanischen
Lloyd oder der Seeberufsgenossenschaft, den TÜVs der Schiffahrt, überprüft
wird.
Viel wird erzählt von schrecklichen Stürmen, Killerwellen und Schiffen, die
darin in Seenot gerieten. Fragen Sie aber einen Seemann, was er am meisten
fürchtet, so ist dies Feuer auf dem Schiff. Sicherlich ist das auch ein
Grund dafür, das die Anzahl der Feuerlöscher mit 68 die der Menschen an Bord
um 13 übertrifft.
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